40 Jahre GWDG

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Text von: redaktion

Die Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen (GWDG) – Hochschulrechenzentrum für die Georg-August-Universität Göttingen und Rechen- und IT-Kompetenzzentrum für die Max-Planck-Gesellschaft – besteht in diesem Jahr 40 Jahre und begeht dieses Jubiläum mit einem Festkolloquium.

Der Wissenschaftsstandort Göttingen besitzt im Bereich der Zusammenarbeit unterschiedlicher Einrichtungen in der Datenverarbeitung eine lange, bis ins Jahr 1959 zurückreichende Tradition.

Auf dieser Basis wurde im Jahr 1970 die GWDG mit je hälftiger Beteiligung vom Land Niedersachsen, vertreten durch die Universität Göttingen, und von der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) mit dem für die damalige Zeit sehr innovativen Ziel gegründet, Synergien in der Informationsverarbeitung durch den gemeinsamen Betrieb eines Rechenzentrums zu realisieren.

Der große Erfolg dieses neuartigen partnerschaftlichen Modells zweier bedeutender, unterschiedlich strukturierter wissenschaftlicher Institutionen – heute würde man von einem Joint Venture oder einer strategischen Allianz sprechen – war damals noch nicht absehbar.

Alle Beteiligten hatten bei der Gründung die Hoffnung, dass neben dem unmittelbaren Nutzen, den sie aus dem Betrieb des Rechenzentrums für ihre Forschung ziehen könnten, die GWDG ein wichtiges Bindeglied zwischen Universität und MPG werden und damit die freundschaftlichen Beziehungen zwischen ihnen festigen würde – ein erster Schritt zu gemeinschaftlichem Handeln auf weiteren Gebieten.

Und diese Hoffnung hat sich erfüllt: Was vor 40 Jahren noch als „Experiment“ begann, kann heute als fester und bewährter Bestandteil der Forschungslandschaft in Göttingen und darüber hinaus angesehen werden – sozusagen ein Erfolgsmodell mit Vorbildcharakter für andere Rechenzentren und Wissenschaftsstandorte.

IT-Synergien über Organisationen hinweg, wie sie heute vielfach gefordert und angestrebt werden, sind also in Göttingen mit der GWDG schon seit 40 Jahren gelebte Realität und auch der sog. „Goettingen Research Campus“ als sich stetig erweiterndes Netzwerk Göttinger Forschungseinrichtungen ist Realität.

Leistungsfähige und innovative IT-Infrastrukturen sind heutzutage für Spitzenleistungen im nationalen und internationalen Wettbewerb in allen Wissenschaftsdisziplinen unverzichtbar und zu einem bedeutenden Standortfaktor geworden.

War die GWDG anfangs noch ein reines Rechenzentrum, das im Wesentlichen Großrechnerleistung zur Verfügung gestellt hat, hat es sich im Laufe der Jahre zu einem modernen IT-Kompetenzzentrum und IT-Dienstleister für Forschung und Lehre entwickelt.

Das Festkolloquium findet am 28. Oktober 2010 mit geladenen Gästen statt.