40 Jahre Göttinger Werkstätten

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Text von: redaktion

Die Göttinger Werkstätten feierten am 15. Juni 2013 ihr 40-jähriges Bestehen. Das war Grund für eine große Party, aber auch Anlass zu einer Positionsbestimmung nach vier Jahrzehnten Engagement für Menschen mit einer Behinderung in der Region.

Zu einem großen Sommerfest versammelten sich am Nachmittag viele Betreute und Mitarbeiter der Göttinger Werkstätten in und um den Hauptsitz des gemeinnützigen Unternehmens im Elliehäuser Weg.

Ein Musik- und Unterhaltungsprogramm auf zwei Bühnen sorgte für gute Laune und eine tolle Atmosphäre.

Highlights waren die Auftritte der Bands PrimeTime BANDits von der Heinrich-Böll –Schule und Heinrich II aus Hann. Münden, sowie die von Betreuten und Mitarbeitern organisierte inklusive Modenschau.

Eröffnet wurde der Tag mit einem Festakt, an dem etwa 180 geladene Gäste teilnahmen.

Unter Ihnen waren Sozialdezernentin Schlapeit-Beck sowie die ehemaligen Geschäftsführer Jürgen Daude und Antonius M. Grüber, der für seine Pionierarbeit als Unternehmensgründer durch die Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Birgit Eckhardt, geehrt wurde.

Als Gesellschaftervertreter waren außerdem Wolfgang Keil von der Lebenshilfe Göttingen e.V. und Reimar Kohrs von der Gesellschaft für Sozialmedizinische Förderung e.V. anwesend. Oberbürgermeister Wolfgang Meyer freute sich in seinem Grußwort über die „imponierende Entwicklung, die die Göttinger Werkstätten in den letzten 40 Jahren genommen haben.“

Landrat Bernhardt Reuter stellte die gesellschaftliche Bedeutung der Werkstätten heraus: Ihrer Arbeit sei „es in hohem Maße zu verdanken, dass behinderte Menschen sich in unserer Gesellschaft einer hohen Akzeptanz erfreuen.“

Trotz aller Freude beim Blick auf die letzten 40 Jahre gab es jedoch auch mahnende Worte.

„Wir dürfen uns mit dem erreichten nicht zufrieden geben“, so Holger Gerken, Geschäftsführer der Göttinger Werkstätten. „Unternehmen der Sozialwirtschaft müssen zu allererst Ihre soziale Aufgabe erfüllen.“

Und dies markiere eine Grenze für alle Sparzwänge und ökonomischen Profitabilitätsdruck.

„Dass alle Menschen so leben und arbeiten können, wie sie das brauchen und wie sie das möchten“, ist für Birgit Eckhardt unverzichtbar. „Und das ist nicht zum Nulltarif zu haben“, so Eckhardt weiter.

Der Festakt hatte auch Kulturelles zu bieten, das zur Auflockerung der zahlreichen Reden eingebaut war und einen Einblick in die Freizeitangebote der Göttinger Werkstätten gab. V

erschiedene Theater-, Tanz- und Musikgruppen lieferten ein abwechslungsreiches Programm und ernteten großen Applaus.