Die Segel gehisst

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Text von: Tobias Kintzel

Der Umbau des Zentrums Alter Güterbahnhof in Göttingen ist fertig. Jetzt nimmt auch die Planung der GWG für das daran anschließende Areal Fahrt auf.

Die Arbeiten an der Außenterrasse vor dem Restaurant Amavi im Göttinger Zentrum Alter Güterbahnhof sind abgeschlossen. Auf 350_ Quadratmetern finden hier unter großen Sonnensegeln ab sofort fast 200_Gäste Platz. Auch die weiteren Pläne für die Gestaltung des Hofs liegen inzwischen vor.

„Zentral wird ein Baum gepflanzt, der mit einer weiteren Begrünung dem vorher eher trostlosen Bereich ein neues, freundliches Gesicht gibt“, erklärt Ursula Haufe, Geschäftsführerin der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen (GWG), der Eigentümerin des Areals.

Alle Teile und Flächen des Gebäudeensembles sind nun vergeben: Neben dem Deutschen Theater gehören Architekten, eine Ergotherapiepraxis, eine Steuerberatungskanzlei und ein Ingenieurbüro zu den Mietern. „Eine gute Mischung“, findet Haufe. „Und mit dem Amavi haben wir außerdem noch Gastronomie mit einem tollen Konzept dabei, das von den Brüdern Grimaldi mit großem Engagement umgesetzt wird.“ Auf dem bisher Erreichten ruht sich die GWG allerdings nicht aus. Laut Haufe gibt es für die anschließende Fläche entlang der Bahnschienen bereits ganz konkrete Konzepte: „Wir betrachten das gesamte Gebiet als modernen Standort für die Ansiedlung von passenden Unternehmen und haben für die insgesamt 11.000 Quadratmeter einen Rahmenplan aufgestellt.“ Neben mehreren vielversprechenden Gesprächen mit potenziellen Mietern berichtet Haufe davon, dass das Goethe-Institut bereits als erster Bewohner gewonnen werden konnte: „Ein wunderbares Zeichen der Akzeptanz.“

„Mein Team und ich freuen uns sehr auf den Umzug, der 2017 stattfinden soll“, erklärt Ulrike Hofmann-Steinmetz, Leiterin des Göttinger Goethe-Instituts. „Bereits im Sommer dieses Jahres beziehen wir das neue Gästehaus im benachbarten Bartholomäusbogen, wo wir über 100 Apartments mieten.“ Die bestehenden zwei anderen Gästehäuser in der Stadt werden aufgelöst, aber in den Sommermonaten ist eine weitere Kooperation mit dem Studentenwerk geplant, um den Bedarf in der Hochsaison zu decken. Mit dem Umzug bekennt sich das Goethe-Institut eindeutig zum Standort Göttingen. „Unsere Kursteilnehmer sind gerne hier, schätzen den schönen Stadtkern, die Infrastruktur, die Landschaft und die Verkehrsanbindung. Natürlich ist die Universität gerade für unsere jungen Wissenschaftler, die sich auf ihr Studium in Deutschland vorbereiten, ausgesprochen attraktiv.“

„Es ist schön zu sehen, dass wir als GWG mit der Wiederbelebung des Zentrums Alter Güterbahnhof einen Impuls setzen konnten, den private Investoren aufgegriffen haben und nun zur Entwicklung der gesamten Umgebung beitragen“, sagt Ursula Haufe zusammenfassend. „Das gesamte Quartier erfährt eine wunderbare Aufwertung und entwickelt langsam urbane Qualitäten.“