Home sweet home

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Text von: Annika Scheidemann

„Gekommen, um zu bleiben“, heißt es im gleichnamigen Lied der Band ‚Wir sind Helden‘. Ein Gedanke, der sich durchaus auch für die Ausbildungszeit in der Region Südniedersachsen lohnt. 

Zwischen Osterode, Northeim und Göttingen tut sich mehr, als du vielleicht vermuten magst. Nicht nur große und angesehene Global Player wie beispielsweise Sartorius, Symrise, KWS oder Novelis tummeln sich hier vor Ort, sondern auch unzählige mittelgroße und kleinere Betriebe wie Becker’s Bester oder die Feinbäckerei Thiele. Allesamt bieten sie viele verschiedene Möglichkeiten für tolle Ausbildungen und gute Karrierechancen. Und das kommt nicht von ungefähr – geografisch liegt Südniedersachsen nahezu in der Mitte Deutschlands, was einen erheblichen Standortvorteil bietet. Denn in zahlreichen Branchen muss etwas schnell von A nach B gelangen, und auch das, was über die ,digitalen Autobahnen‘ bestellt wurde, muss meist über die realen Verkehrswege transportiert werden. Durch diese zentrale Lage hat sich unsere Region zu einem wirtschaftlichen Knotenpunkt entwickelt: Vor allem in den Sektoren der Gesundheit, der Dienstleistung, der Industrie-, Informations-, Laser- und Messtechnik sowie der Landwirtschaft ist Südniedersachsen top auf gestellt. Aber nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Bildung und Forschung werden in der Region die Fäden gesponnen. Durch das wissenschaftliche Umfeld herrscht ein steter Innovationsgeist – das bedeutet neue Entwicklungen, Start-ups, kreative Denkweisen und für dich die Möglichkeit, hautnah dabei zu sein und dazu beizutragen.

Die modernen Hochschul- und Forschungseinrichtungen, wie die Universität und Universitätsmedizin in Göttingen, die Max-Planck-Institute, die PFH Private Hochschule Göttingen, die HAWK Hildesheim Holzminden Göttingen sowie die TU Clausthal-Zellerfeld, sind nicht nur für Studierende ein Grund, in Südniedersachsen zu bleiben oder gar hierherzukommen, sondern auch für zahlreiche Auszubildende. Und was kannst du da jetzt beruflich konkret machen? Kurz gesagt: In der Region gibt es eine Menge Jobmöglichkeiten in den unterschiedlichsten Bereichen.

Von eher klassischen Ausbildungsberufen wie Kaufmann für Büromanagement, Logistik oder Einzelhandel, über speziellere Berufsbilder wie Fachkraft für Tierpflege am Zoologischen Institut der Universität Göttingen oder Elektroniker für Informations- und Kommunikationstechnologie bis hin zu selteneren Berufen wie Verfahrenstechniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik – hier hast du im besten Sinne die berühmte Qual der Wahl. Du musst also nicht in Berlin, Hamburg oder Köln nach den vermeintlich ‚hippen‘ Jobs suchen, du kannst sie auch hier in der Region finden. Trotzdem bedeutet dies nicht, dass du nicht die Möglichkeit bekommen könntest, die Luft anderer Orte und Länder zu schnuppern. Beispielsweise ver-mittelt die Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen für Gesellen unterschiedlicher Handwerksrichtungen Austauschprojekte mit Italien, Frankreich und den Niederlanden und steht denen, die sich für diese Option interessieren, mit Ratschlägen und weiterführenden Informationen zur Seite. Darüber hinaus kann mit dem Austauschprogramm ‚Erasmus+‘ ein ausbildungsrelevanter Auslandsaufenthalt geplant und durchgeführt werden.

Gleichsam kannst du während deiner Ausbildungszeit bei vielen anderen regional angesiedelten und zusätzlich international agierenden Arbeitgebern über die Stadtgrenzen hinweg unterwegs sein. So bietet zum Beispiel Sartorius an, im Rahmen von sogenannten ‚Job Rotations‘ zu anderen, mitunter weltweiten Konzernstandorten zu wechseln, um auf diese Weise einen gegenseitigen Erfahrungsaustausch anzuregen. Mit einer Ausbildung kannst du jedoch nicht nur über Landesgrenzen hinaus Qualifikationen und Erfahrungen sammeln, sondern auch die Grundlage für weitere Fortbildungen oder ein Studium schaffen. Es gibt nicht immer nur einen Weg zum Ziel, und wer sich zunächst für eine Lehre zum Bankkaufmann entscheidet, kann daran immer noch ein Studium der Wirtschaftswissenschaften anschließen. Die Universität Göttingen eröffnet in Kooperation mit der Volkshochschule zudem die Möglichkeit, sich näher über die Chancen und Perspektiven zu informieren, die ein Studium auch ohne Abitur, aber mit Ausbildung, haben kann. Deinem erfolgreichen Start ins Arbeitsleben der Region steht also nichts mehr im Wege.

Und nach der Arbeit? Neben dem vielfältigen Karriereangebot lockt Südniedersachsen auch mit zahlreichen Freizeitmöglichkeiten. So kannst du dich zum Beispiel am Sportzentrum der Universität – im RoxX Kletterzentrum – zum Ausbildungstarif auspowern. Bist du aktuell bereits Mitglied im Sportverein – Fußball, Handball oder Tennis –, kannst du durch eine Ausbildung in der Region deinem Verein auch weiter treu bleiben. Nicht weniger sportlich kann man sich an unterschiedlichen Standorten beim Lasertag, Paintball oder im Hochseilgarten ausprobieren. Entspannung im Anschluss bieten Cafés oder Bars der Städte, und im Sommer geht‘s zum Grillen an den Göttinger Kiessee, den Seeburger See oder die Northeimer Seenplatte. Ebenso lohnt sich ein Besuch beim Science oder Poetry Slam oder – für kleines Geld – eine Aufführung im Jungen Theater Göttingen. Aber wie komme ich ohne Führerschein zur Arbeit und zu all den Aktivitäten? Die Göttinger Verkehrsbetriebe bieten Tarife für Auszubildende an. Für 36 Euro bekommst du eine Monatskarte und somit mehr Flexibilität. Ähnliches gilt für die anderen Verkehrsbetriebe der Region. In diesem Sinne: hiergeblieben!