18. faktor-Business-Lounge

© Alciro Theodoro da Silva
Text von: redaktion

Ja, nein, doch, vielleicht – ach, mal sehen. Entscheidungen treffen ist schwer. Je wichtiger das Thema, desto mehr fürchten wir die Konsequenzen. Bei der 18. faktor-Business-Lounge am 25. Februar hat Pilot Peter Brandl in seinem Gastvortrag verraten, woran das liegt – und wie es einfacher wird.

faktor ist mehr als ein Magazin“, sagte Marco Böhme, Geschäftsführender Gesellschafter der Entscheider Medien, bei seiner Begrüßung der rund 100 Teilnehmer der 18. faktor-Business-Lounge am 25. Februar. Und faktor bewies zum wiederholten Male seine Qualitäten, weit über das Medium Print hinaus. Menschen zusammen zu bringen, zu vernetzen und neue Impulse zu schaffen – diese Gedanken dominierten den Abend im und gleichzeitig in Kooperation mit dem GDA Wohnstift. Dort trafen sich Vertreter der regionalen Wirtschaft, um Referent Peter Brandl und seinem Thema ‚Die Kunst, wichtige Entscheidungen richtig und mutig zu treffen‘ zu lauschen.

Auch Klaus Brandl, Direktor des GDA Wohnstift, begrüßte die Gäste in seinem Haus. Jung und Alt unter einem Dach – für Brandl kein Problem. „Lebendigkeit ist es zu sehen, wie Menschen wachsen“, erklärte er. Und das habe nichts mit dem Alter zu tun. Und Wachstum ist unmittelbar verknüpft mit Entscheidungen, doch diesen Zusammenhang überließ Klaus Brandl dann seinem Namensvetter und Ehrengast Peter Brandl.

Peter Brandl, studierter Sozialpädagoge, Berufspilot und erfolgreicher Redner, führte unterhaltsam und anschaulich durch seine Welt. Flugzeugmetaphorik mischte sich mit wissenschaftlichen Details, immer im Blick die Schwierigkeit Entscheidungen treffen zu müssen und damit umgehen zu lernen.

„Warum sind Entscheidungen so schwer, was hält uns zurück?“, fragte Brandl und antwortete sogleich: „Angst!“ Das Gefühl dominiere die meisten Menschen und hemme die Freiheit auch mal Fehler zu machen und aus diesen lernen zu können. Dabei sei genau das die einzige Möglichkeit, um gute Entscheidungen treffen zu können. Was können wir jetzt tun? Wie können wir eine Lösung finden, ungeachtet dessen, was eventuell passieren könnte? Diese Fragen sollten Entscheidungen begünstigen, nicht die Angst vor einem Risiko.

Dieses sei vorab zu kalkulieren, ohne Risiko sei allerdings auch kein Fortschritt möglich, so Brandl weiter. „1. Das eigene Ziel definieren; 2. Die aktuelle Position bestimmen; 3. Sich selbst analysieren. Bloß kein Stillstand. Fragen Sie sich welchen Preis Sie zu zahlen bereit sind und entscheiden Sie dann – aber tun Sie es“, lautete sein letzter Appell, bevor der kommunikative Teil des Abends eingeläutet wurde.

Bei warmen und kalten Speisen, bereitgestellt von der UMG Gastronomie, und Bier aus dem Einbecker Brauhaus ließen die Gäste den Abend gemütlich ausklingen. Neue Kontakte wurden geknüpft, alte aufgefrischt. Auch Peter Brandl mischte sich unter die Gäste. Statt der klassischen Frage-Antworten-Runde nach dem Vortrag ging er direkt ins Gespräch, um noch letzten Entscheidungsschwierigkeiten den Garaus zu machen.