170 neue Wohnungen im Nonnenstieg

© Dietrich / Untertrifaller
Text von: redaktion

Am geschichtsträchtigen Standort des ehemaligen Betriebsareal des Instituts für wissenschaftlichen Film (IWF) entsteht mit einem der größten Innenstadterneuerungsprojekten der nächsten Jahre – das Lebensquartier Am Nonnenstieg – neuer Raum für vielfältiges, urbanes Leben.

Bereits im Juli hat ein Preisgericht mit Vertretern der Politik, der Stadtverwaltung, der Wirtschaft, des Städtebaubeirats, Architekten und Investoren unter dem Vorsitz von Gesche Grabenhorst, einen Projektentwurf des international tätigen Büros Dietrich Untertrifaller Architekten ZT GmbH aus Österreich als Gewinner des städtebaulichen Architekturwettbewerbs erklärt.

Dieser wurde nun am 8. Oktober 2012 der Öffentlichkeit präsentiert.

„Mit der Wahl von Dietrich Untertrifaller Architekten ZT GmbH haben wir uns für ein Projekt entschieden, das sowohl die Topographie als das historische Umfeld des Nonnenstieg respektvoll neu interpretiert“, erklärt Borzou Rafie Elizei, geschäftsführender ERB-Gesellschafter.

Die gezeigten Typologien, insbesondere die Baukörper am Nonnenstieg, versprächen eine identitätsstiftende Architektur für das zukünftige Lebensquartier.

Außerordentlich gewürdigt wurde bereits in der Juryentscheidung die Positionierung der Baukörper auf dem Grundstück, die sich sensibel in die topographischen Gegebenheiten einfügen.

Geplant sind auf das Grundstück zwischen Nonnenstieg und Habichtsweg ca. 19.000 Quadratmeter Nutzflächen für qualitativer, zukunftssicherer und nachhaltiger Lebensraum zum Wohnen, Arbeiten und Einkaufen.

Im Detail und nach dem aktuellen Stand der Planung verteilen sich diese Flächen in ca. 800 Quadratmeter Handelsflächen, die zu Nahversorgung des Gebietes dienen, ca. 1.000 Quadratmeter Dienstleistungsflächen für Büros und Praxen und ca. 170 Wohnungen und 350 Tiefgaragenplätze.

„Nebst dem großzügigen Erhalt des gewachsenen Baumbestandes bildet der Dialog von frei gesetzter Baumasse und ihren ,grünen Gegensätzen´ einen eigenständigen Quartierscharakter“, so Elizei. „Hier werden parkartige grüne Oasen, einen Obstgarten sowie zahlreichen offenen Quartierplätze entstehen.“

Somit sei zum einen darauf geachtet worden, die ökologische und mikroklimatische Funktion des Areals zu erhalten und zu anderen solle die neue Bebauung eine wichtige soziale Funktion als Erholungsgebiet für die Nachbarschaft und Anrainer erfüllen.