17. Kunst-Gala begeistert

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Am 11. Februar traten 130 Künstler aus allen Kultureinrichtungen Göttingens bei der 17. Kunst-Gala auf. Gemeinsam erwirtschafteten sie einen Erlös von 16.000 Euro, der an Kulturprojekte gespendet werden soll. 

Diesmal war es ein besonders beeindruckendes, vielfältiges und buntes Programm, dass das Publikum in der ausverkauften Stadthalle immer wieder zu Begeisterungsstürmen hinriss. Es begann sehr emotional mit der Verabschiedung von Christoph-Mathias Mueller, der zum letzten Mal bei einer Kunst-Gala das Göttinger Symphonie Orchester dirigierte. Nach der Aufführung eines Star Wars-Medleys und eines Stücks des Komponisten Alexander Weprik überreichte Nils König im Namen des Verein ‚Kunst‘ ihm als Abschiedsgeschenk ein Video mit der Klanginstallation im Schweizer Expo-Pavillion des Schweizer Komponisten Daniel Ott, der auch für die Lokhalle Göttingen eine Raumkomposition geschrieben hat. Und dann spielte das GSO für ihn eine Orchesterversion des Heidi-Themas – begleitet vom Gesang der Zuschauer.

Mindestens ebenso emotional war dann das Finale der Gala, bei dem unter dem rhythmischen Klatschen und Armeschwenken aller Künstler der Gala noch einmal die junge Schlagzeugerin Pauline Jung zusammen mit den Trommlern des African Culture Clubs für einen treibenden Rhythmus sorgten, zu dem die Tänzerinnen von Vanadis und AméricArte Danza eine prunkvolle Tanzshow auf die Bühne zauberten. Alle zusammen sangen und tanzten dann gemeinsam zu ‚With a little help from my friends‘ – gespielt und gesungen von den Schauspielern des JT und der Stisfaction-Band.

Dazwischen gab es eine großartige Choreographie der KAZ-Akrobaten in rot und weiß, eine beeindruckende Tanzperformance der Schülerinnen von art la danse mit der Solistin Patricia Zacharias, einen fulminanten Monolog der DT-Schauspielerin Rebecca Klingenberg aus dem Stück ‚Fräulein Agnes‘, eine Butoh-Tanzperformance von Tadashi Endo vor einer Wand aus Gongs, die Nils König zum Klingen brachte und begleitet vom Saxophonisten Ove Volquartz und eine berührende Gesangseinlage mit kurdischen und deutschen Liedern vom Boat People Projekt. Björn Jentsch zündete ein Feuerwerk aus Klängen und Rhythmen auf Klavier und Schlagwerk, um damit einen Stummfim von Buster Keaton zu untermalen, die Schüler-Bigband ‚Jazzaholics‘ vom OHG mit ihrer Sängerin Leona Uhlendorff spielte wunderbare Swingmusik und von der Zwei-Frau-Band Frau Pauli gab es feinen Alternativ-Deutsch-Pop.

Der Mittelteil der Gala spielt sich im Stadthallen-Foyer ab, wo alle Besucher mit einem Glas Sekt empfangen wurden und sich dann zwischen Musik und Tanz auf drei Bühnen mit dem African Culture Club und AméricArte Danza, der Tribal Dance Gruppe Vanadis und der 17 Jahre jungen Schlagzeugerin Pauline Jung entscheiden mussten.

©Peter Heller

Zum Schluss gab es stürmischen Applaus des Publikums, das sich auf die nächste Gala am 16. und 17. Februar 2019 – dann im Deutschen Theater – freuen kann.

Nils König, einer der Organisatoren der Gala, war glücklich und zufrieden und freute sich über einen Erlös von ca. 16.000 Euro, der nun von einer Jury für Kulturprojekte zum Thema ‚Stadt der Zukunft‘ verteilt wird.