100 Tage Museum Friedland – eine erste Bilanz

©Werner Huthmacher
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Seit der Eröffnung am 18. März 2016 haben mehr als 8.000 Menschen das Museum Friedland besucht. "Das ist ein sehr gelungener Start und beweist, wie gut das Museum schon jetzt von der Öffentlichkeit angenommen wird“, so Niedersachsens Minister für Inneres und Sport Boris Pistorius.

„Und es zeigt auch: Es war ein sehr guter Zeitpunkt, dieses Projekt überhaupt an den Start zu bringen“, erklärt der Minister weiter.

Neben interessierten Einzelpersonen aus dem gesamten Bundesgebiet waren bereits rund 60 Gruppen zu Gast, darunter Reisegesellschaften, Schulklassen und Studierende aus Deutschland, Frankreich und den USA.

Besonders erfreut zeigt sich Kurator Joachim Baur über die Qualität der Rückmeldungen. Eine Besucherin sagt: „Für mich war beeindruckend, dass Menschen aus den sieben Jahrzehnten seit Bestehen des Lagers in der Ausstellung selbst zu Wort kommen. Wie sie ihre Erlebnisse und Gefühle schildern, das bleibt haften.“ Viele Gäste haben auch einen persönlichen Bezug zum Grenzdurchgangslager, sie äußern sich im Besucherbuch oft sehr emotional: „Für mich als Helfer im Jahre 1955 war die Erinnerung überwältigend. Vielen Dank, es ist ein ganz besonderes Museum geworden.“

Auch die Resonanz in der Fachwelt ist positiv. So urteilt etwa Bernhard Graf, Leiter des Berliner Instituts für Museumsforschung:

„Die Ausstellung ist herausragend. Sie setzt Maßstäbe für Ausstellungen zur Zeitgeschichte, sowohl inhaltlich, als auch konzeptionell und didaktisch. Mit der Ausstellung wird der authentische Ort in besonderer Weise gewürdigt.“

Die Ausstellung „Fluchtpunkt Friedland“ eröffnet vielfältige Perspektiven auf die deutsche, europäische und globale Zeitgeschichte – wie auch auf die Ursachen und Bedingungen von Migration in Vergangenheit und Gegenwart. Für die nächste Zeit plant das Museum Friedland, die Kooperationen mit Schulen in Niedersachsen, Thüringen und Hessen, Volkshochschulen sowie Anbietern von Willkommens- und Integrationskursen weiter auszubauen.

Mehr Informationen unter www.museum-friedland.de.

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