10 Jahre Herzzentrum Göttingen an der UMG

Text von: redaktion

Über 200 geladene Gäste, darunter die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Johanna Wanka, feierten am Donnerstag, dem 1. Dezember 2011, im Universitätsklinikum Göttingen die erste Dekade erfolgreicher Arbeit am Herzzentrum Göttingen.

In der Behandlung und in der Erforschung von Erkrankungen des Herzens sowie in der Ausbildung von Studierenden hat das Herzzentrum der UMG in den vergangenen Jahre wesentliche Impulse gesetzt. Vor zehn Jahren startete das Herzzentrum Göttingen als erstes interdisziplinäres Schwerpunktzentrum der Universitätsmedizin Göttingen mit einem neuen, fächerübergreifenden Konzept.

Um Herz-, Gefäß- und Lungenerkrankungen noch besser behandeln zu können, arbeiten unter dem Dach „Herzzentrum Göttingen“ alle Abteilungen der UMG, die sich mit Herz-Kreislauf- und Lungenerkrankungen beschäftigen, in der Krankenversorgung und in der Forschung eng zusammen.

Ärztinnen und Ärzte des Herzzentrums Göttingen setzen modernste Diagnose- und Behandlungsverfahren ein. Auf dem Gebiet der katheter-gestützten Herzklappenbehandlung verfügen sie weltweit über ausgewiesene praktische Erfahrungen.

Gleichzeitig hat sich das Herzzentrum Göttingen gemeinsam mit weiteren Partnern am Wissenschaftsstandort Göttingen in den letzten zehn Jahren zu einem der führenden Herzforschungszentren in Deutschland entwickelt. Viele der im Herzzentrum Göttingen angesiedelten Forschungsprojekte genießen national wie international einen hervorragenden Ruf.

„Das Herzzentrum Göttingen steht mit seinem Konzept beispielhaft für eine sehr erfolgreiche medizinische Hochschuleinrichtung – nicht nur in Niedersachsen, sondern auch bundesweit. Krankenversorgung, Forschung und die Ausbildung von Ärzten und Forschern stehen im lebendigen Kontakt und entwickeln sich miteinander“, sagte die niedersächsische Wissenschaftsministerin Johanna Wanka anlässlich des Jubiläums. „Eine Versorgung von Patienten auf modernstem Niveau wird flankiert von einer anspruchsvollen, auch international sichtbaren Forschung. Das Konzept des Göttinger Herzzentrums besticht durch große Dynamik und Zukunftstauglichkeit“, so Wanka.

„Unser Ziel für die nächsten Jahre ist es, weltweit zu den besten Zentren für Herzmedizin zu gehören“, sagte Gerd Hasenfuß, Vorstandsvorsitzender des Herzzentrums und Direktor der Abteilung Kardiologie und Pneumologie der UMG. „Das gilt für die Forschung wie für die Krankenversorgung, und hier insbesondere für das Gebiet der Herzmuskelschwäche. Wenn wir so konsequent weiterarbeiten, wie wir das in den ersten zehn Jahren getan haben, haben wir beste Chancen, dieses Ziel zu verwirklichen.“

Cornelius Frömmel, Sprecher des Vorstandes der UMG und Dekan der Medizinischen Fakultät würdigte die Leistungen: „Das Herzzentrum Göttingen zählt zu den Leuchttürmen der wissenschaftlichen und klinischen Arbeit an der UMG. Besonders hervorheben will ich, dass das Herzzentrum Göttingen der Vorreiter für die komplette Neuorganisation der studentischen Lehre im Studiengang Humanmedizin in Göttingen war. Mit der Einführung eines neuen Kardiopulmonalen Lehrmoduls legte das Herzzentrum die Grundlage für die modulare Lehre, die wir heute für die meisten Fächer im Studiengang Humanmedizin anbieten. Und diese ist beispielhaft auch für andere Medizinische Fakultäten.“