10. immo-goe

© Entscheider Medien GmbH
Text von: Redaktion

Mit dem Thema Energieausweis beschäftigte sich die Veranstaltung „10. immo-goe“ am 28. Oktober 2006 in Göttingen. Mit Spannung erwartet die Wohnungs- und Bauwirtschaft die neue Energieeinsparverordnung.

Mit dem Thema Energieausweis beschäftigte sich die Veranstaltung „10. immo-goe“ am 28. Oktober 2006 in Göttingen. Der Ausweis enthält Angaben und Kennwerte über die Energieeffizienz eines Gebäudes. Voraussichtlich ab 2007 sollen Energieausweise ausgestellt und zugänglich gemacht werden, wenn Gebäude errichtet, verändert, verkauft oder vermietet werden. Hat der Mieter die Heizkosten zu tragen, kann eine ungünstige energetische Beschaffenheit des Gebäudes dazu führen, dass relativ mehr geheizt werden muss, mit der Folge höherer Umlagen bei der Betriebskostenabrechnung.

Wird damit der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit verletzt, muss der Vermieter die erhöhten Kosten selbst tragen. Hat der Mieter selbst für die Beheizung zu sorgen, kann eine schlechtere energetische Beschaffenheit einen Mangel der Wohnung oder des Gebäudes darstellen. Ist der Mieter aber aufgrund des bei Vertragsabschluss vorgelegten Energieausweises über diese Umstände informiert, scheitern seine Gewährleistungsansprüche. Der Mieter wird dann aufgrund der höheren Heizkosten über eine Kündigung nachdenken. Bei den absehbar weiter steigenden Energiekosten werden langfristig energetisch optimale Gebäude stärker am Markt nachgefragt werden. Dies soll Anlass für die Eigentümer und Bauherren sein, energieeinsparende Investitionen zu tätigen. Der kommende Energieausweis dient zwar nur der Information, er soll aber mit marktwirtschaftlichen Mitteln Bewegung in den Wohnungsmarkt bringen. Der Rechtsanwalt Dr. Dieter Hildebrandt ist Partner der Kanzlei Koltze, Rose & Partner in Göttingen.

Foto: koltze-rose.de