10.000 Euro für Kinderpalliativzimmer der UMG

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Text von: redaktion

Kinderpalliativmedizin der Universitätsmedizin Göttingen erhält 10.000 Euro. Die Spende kommt der Einrichtung des Kinderpalliativzimmers zugute.

„Dank dieser großen Spendensumme können wir schon bald mit dem Bau des Kinderpalliativzimmers beginnen. Wir hoffen, dass wir im Frühjahr dieses Jahres starten können. Die Stadtwerke-Spende ist da eine enorme Unterstützung“, sagt Jutta Gärtner, Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Göttingen (UMG).

Zusammen mit Friedemann Nauck, Direktor der Klinik für Palliativmedizin der UMG, erhielt Jutta Gärtner von Norbert Liekmeier, ehemaliger Vorstand der Stadtwerke Göttingen AG, einen Spendenscheck in Höhe von 10.000 Euro. Das Geld kommt der Einrichtung des geplanten Kinderpalliativzimmers für schwerstkranke Kinder- und Jugendliche in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der UMG zugute.

Am 31. Dezember 2013 hat sich Norbert Liekmeier in den Ruhestand verabschiedet. Zuvor hat er bei seiner Abschlussfeier dazu aufgerufen, statt ihn zu beschenken, lieber für die Kinderpalliativmedizin zu spenden. Dabei sind 9.600 Euro zusammengekommen. Die Stadtwerke Göttingen AG hat den Betrag auf 10.000 Euro aufgerundet.

„Ich habe durch Zufall von der Kinderpalliativmedizin erfahren und das Thema ging mir unter die Haut. Meine Frau und ich wissen, was es bedeutet, wenn die Kinder krank werden. Deshalb war es mein persönlicher Wunsch, dabei zu helfen, diesen wichtigen Bereich weiter auszubauen“, sagt Norbert Liekmeier. „Die Höhe der Spende hat mich selbst überrascht. Von meiner Seite nochmals ein herzliches Danke an die zahlreichen Spender.“

Das Team der Kinderpalliativmedizin Göttingen kümmert sich derzeit um elf schwerstkranke Kinder und Jugendliche im Umkreis von 100 Kilometern. Die Betreuung erfolgt vor allem ambulant in ihrem Zuhause. Für Kinder in Krisensituationen, in denen die häusliche Betreuung nicht ausreicht, soll in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der UMG ein Stationszimmer zu einem eigenen Palliativzimmer umgebaut werden.

Im Zimmer ist genügend Platz für persönliche Dinge wie Spielzeug oder eine Musikanlage vorgesehen, Eltern und Geschwister können dort mit übernachten. Es soll eine Veranda mit Glasüberdachung, einen großen Balkon, ein behindertengerechtes Bad und eine breite Front aus bodenhohen Fenstern erhalten. Der gesamte Umbau kostet etwa 150.000 Euro.

Das Kinderpalliativzimmer soll den Kindern und Jugendlichen eine wohnliche Atmosphäre bieten, in der sie trotzdem medizinisch betreut werden. Einrichtungsgegenstände, die über den normalen Krankenhausstandard hinausgehen, werden von den Krankenhausträgern nicht finanziert und müssen von der Kinderpalliativmedizin selbst aufgebracht werden. Deshalb werden für die Einrichtung des Kinderpalliativzimmers an der UMG Spenden benötigt.