1. Platz beim Alexanderpreis für faktor

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Text von: redaktion

Der Text von Normann Lippert, 'Handel im Wandel - Die Blütezeit des Göttinger Tuchgewerbes' hat den Alexanderpreis 2015 gewonnen. Es ist der dritte Preis, den faktor in Folge gewinnt: Claudia Krell und Heidi Niemann wurden in den vergangenen zwei Jahren ausgezeichnet.

Die Alexanderstiftung hat ihre diesjährigen Preise für Journalisten vergeben. Jährlich werden Autorinnen und Autoren ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise mit der Göttinger Lokalgeschichte befassen.

Den ersten Preis erhielt der Göttinger Historiker Norman Lippert. In seinem im faktor-Magazin erschienen Artikel zeichnet er die Geschichte der Göttinger Tuchmacher nach. „Lippert hat genau das getan, was der Stifter Wolfgang Alexander gefordert hat: er hat sich ein Thema vorgenommen, das weitgehend unbeachtet und fast vergessen ist. Und dieses Thema hat er allgemeinverständlich aufgearbeitet“, lobte der Kuratoriumsvorsitzende Jens Wortmann.

In seiner Begrüßungsansprache hob Wortmann insbesondere das Thema Pressefreiheit hervor und nahm Bezug auf die Terrorattentate in Paris. „Das Recht der freien Meinungsäußerung ist eines der kostbarsten Rechte des Menschen“, zitierte er die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte aus dem Jahr 1789.

Den zweiten Preis erhielt die NDR-Hörfunkjournalistin Ute Andres für ihren Radiobeitrag mit dem Titel „Das Tor zur Freiheit“ über das geplante Museum für das Lager Friedland. Als dritte Preise wurden Claudia Nachtwey für ihre Geschichte des Grenzzaunes im Eichsfeld sowie Laura Vele für ihren Beitrag über den Wissenschaftler Max Born ausgezeichnet.

Auch ein Schülerpreis wurde vergeben: die Schüler Lina Rees, Lovis Pape und Adrian Schulz haben sich in der Schülerzeitung des Felix-Klein-Gymnasiums „FKG-Times“ mit der Erinnerungskultur an ihrer Schule beschäftigt. Lovis Pape konnte den Preis nicht persönlich entgegen nehmen, er verbringt ein freiwilliges soziales Jahr in Ecuador. Lina Rees bedankte sich im Namen der drei Schüler und versprach, das Preisgeld dem Projekt „Erinnerungskultur am FKG“ zur Verfügung zu stellen.

Eine besondere Würdigung erhielt das Göttinger Tageblatt: Das Kuratoriumsmitglied Achim Block würdigte in einer Ansprache die Leistung der Redaktion zur Verlagsbeilage „125 Jahre Göttinger Tageblatt“. Chefredakteur Uwe Graells nahm für die gesamte Redaktion eine Urkunde und 12 Flaschen eigens etikettierten Weines entgegen. In die Würdigung einbezogen wurde die ebenfalls anwesende, frühere Chefredakteurin Ilse Stein. Die Verlagsbeilage entstand noch in ihrer Dienstzeit. Stein war selber mehrfach mit dem Alexanderpreis ausgezeichnet worden.

Die Feierstunde im Deutschen Theater war so gut besucht wie lange nicht mehr. Die Plätze hatten für die über 100 Besucher kaum ausgereicht. Unter ihnen war auch der neue Oberbürgermeister Göttingens Rolf Georg Köhler sowie der Intendant des Deutschen Theaters Erich Siedler.

Die prämierten Texte sowie die Laudationes sind auf der Homepage der Stiftung unter www.alexanderstiftung.de nachzulesen.