1. DBBL: Hohe finanzielle Verluste trotz sportlicher Erfolge

Text von: redaktion

Den Bundesliga-Damen der BG 74 Göttingen fehlen für die kommende Saison 180.000 Euro, vor allem auf Grund von mangelndem Zuschauerinteresse und dem Ausbleiben neuer Sponsoren.

Für die Bundesliga-Damen der BG 74 Göttingen war es sportlich die erfolgreichste Saison der vergangenen Jahre in der 1. DBBL. Aus wirtschaftlicher Perspektive betrachtet war die Spielzeit 2007/2008 für die BG jedoch ernüchternd: 180.000 Euro fehlen für die kommende Saison.

„Wir können zwar den Verlust in diesem Jahr durch die guten Ergebnisse im Herrenbereich ausgleichen. Doch das hohe wirtschaftliche Risiko bleibt unter den gegebenen Umständen auch in der Zukunft bestehen“, so Pressesprecher und Geschäftsführer Michael Pickart von der starting five GmbH, dem wirtschaftlichen Träger des Bundesligateams der BG 74 Göttingen.

Die Gründe für das schlechte wirtschaftliche Ergebnis liegen zum einen trotz niedriger Eintrittspreise und attraktiver Spiele im mangelnden Zuschauerinteresse. Zum anderen erwies es sich als äußerst schwierig, zusätzliche Sponsoren zu gewinnen. Insgesamt müssen rund 180.000 Euro an Sponsorengeldern für die nächste Saison generiert werden.

Die Enttäuschung aufgrund des mangelnden Interesses ist groß: „Momentan sind wir eigentlich der größte Sponsor mit 120.000 Euro und das wirtschaftliche Risiko lastet allein auf den sechs Gesellschaftern“, fasst Geschäftsführer Marc Franz von der starting five zusammen.

Die Region Göttingen hat deutschlandweit ein besonderes Alleinstellungsmerkmal im Basketball: Nur in der Universitätsstadt gibt es drei Bundesligateams – in der 1. DBBL, in der BBL und in der NBBL.

„Wir alle müssen dafür kämpfen, dass das so bleibt: Sponsoren, Fans, die Politik und die starting five. Alleine schaffen wir das nicht“, verdeutlicht Marc Franz die Situation.