Erkenntnisse eines Insiders

©Alciro Theodoro da Silva
Text von: faktor

Text von: Kristin Stelling

23. faktor-Business-Lounge im PS-Speicher mit VW-Experte und Buchautor Mark C. Schneider

Am 1. Dezember war es wieder soweit: Die 23. faktor-Business-Lounge – in Kooperation mit der Rechtsanwaltskanzlei SBZW – ging über die Grenzen hinaus. Denn Entscheider aus ganz Südniedersachsen trafen sich in Einbeck in der besonderen Atmosphäre des Raums BenzVictoria im PS-Speicher. Das Thema des Abends passte perfekt ins Ambiente: ,Erkenntnisse eines Insiders – Wirtschaftsjournalist Mark C. Schneider über sein neues VW-Buch, die Abgasaffäre und das System Winterkorn.‘ Schneider überzeugte die rund 100 Gäste – geführt durch faktor-Herausgeber Marco Böhme – mit Hintergrundwissen und Anekdoten, untermalt von kurzen Videosequenzen.

Der Wirtschaftsjournalist und Autor Mark C. Schneider lebt und arbeitet in Hamburg. Seine ersten journalistischen Schritte machte er in Göttingen. Anschließend war er Marketingreferent bei der Stadt Göttingen und anschließend Pressesprecher im Wissenschaftsministerium in Hannover unter Minister Thomas Oppermann. Seit mehr als zehn Jahren schreibt Schneider über die Automobilindustrie, erst bei Capital, dann beim Handelsblatt. Seit 2014 gehört er zum Gründungsteam von ,Bilanz‘, dem neuen Wirtschaftsmagazin von Axel Springer.

Die Aktualität seines Buchs ,Volkswagen – Eine deutsche Geschichte‘, das es übrigens auf die Shortlist für den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis 2016 geschafft hat, ist offenkundig. Volkswagen befindet sich im Umbruch und hat gerade erst hat den Abbau von 30.000 Jobs verkündet.

„Eigentlich sollte das Buch ganz anders werden – eine autorisierte Biographie über Martin Winterkorn“, erzählt der Redner des Abends.

Das Werk war 2012 so gut wie fertig – doch eine Woche vor Drucklegung wurde es durch den damaligen Vorstandsvorsitzenden Winterkorn gestoppt. Im Laufe der Zeit wurde daraus ein Buch über den Konzern, mit vielen Geschichten über Winterkorn, der im Zuge der Abgasaffäre gehen musste. Schneider schlug dann gekonnt den Bogen über die Rolle von Ferdinand Piëch und der Familie Porsche zur Gegenwart und Zukunft.

„Wie es nun um den Konzern steht, kann niemand abschließend prognostizieren“, sagte Schneider zum Ende des Gesprächs.

Er äußerte die Hoffnung, dass der Wandel – wie zum Beispiel in der Elektromobilität – gelingen werde. Volkswagen habe – auch mit den Zulieferern – eine große Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland, insbesondere für Niedersachsen. Im Anschluss an das Gespräch bestand die Möglichkeit, sich bei Snacks und Getränken vom Hotel Freigeist Einbeck ausgiebig auszutauschen und weiter zu diskutieren. Somit hat auch die 23. faktor-Business-Lounge einmal mehr ihr Ziel erreicht: Sie hat für diverse Denkanstöße über die Grenzen hinweg gesorgt, Menschen vernetzt und einen abwechslungsreichen Abend beschert.

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