Berufsorientierung für Jugendliche mit besonderem Bedarf – Vortrag Flügelschlag

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Text von: faktor

Der Einstieg in den Arbeitsmarkt stellt für viele Jugendliche und junge Erwachsene eine große Herausforderung dar. Dies ist umso mehr der Fall, liegt eine Behinderung vor. In Berufsbildungswerken können Menschen mit Handicap, die noch ohne Ausbildung sind, diese in einem geschützten Rahmen absolvieren und sich so gut auf die reale Arbeitswelt vorbereiten.

Der Ausbildungsablauf ist auf die individuellen Bedürfnisse, die sich aus der Behinderung ergeben, abgestimmt. Ärzte, Psychologen und Sozialpädagogen arbeiten zusammen und stellen sicher, dass der Auszubildende die richtige Betreuung und Behandlung erhält. Sie unterstützen so neben einem erfolgreichen Durchlaufen der Ausbildung auch die persönliche Entwicklung. In vorberuflichen Maßnahmen wird jungen Menschen mit Behinderung die Möglichkeit geboten herauszufinden, für welchen Beruf sie geeignet sind.

Verena Günther-Gödde, Öffentlichkeitsbeauftragte des Annastift Berufsbildungswerks, Hannover, erläutert im Vortrag von Flügelschlag am 26. Juni 2014, wie eine solche Ausbildung in ihrer Einrichtung abläuft. Dort sorgen etwa Ergotherapeuten für die richtige Gestaltung des Arbeitsplatzes, stellen Hilfsmittel bereit und üben mit dem Auszubildenden, Bewegungen richtig auszuführen. Bei Bedarf ist eine pflegerische Betreuung auch rund um die Uhr möglich, ebenso eine Physiotherapie.

Teil der Ausbildung sind vermittelte Praktika in Betrieben, oft ist sogar eine verzahnte Ausbildung möglich, während der der Auszubildende sechs bis zwölf Monate in einem Betrieb arbeiten kann.

Die Veranstaltung findet statt am Donnerstag, den 26. Juni 2014 um 19 Uhr im Universitäts-Klinikum Göttingen, Robert-Koch-Str. 40, Hörsaal 04 (Nähe Osthalle).