Ausgezeichnete Zivilcourage

©Alciro Theodoro da Silva
Text von: faktor

Preisträger Michael Eisenberg verschafft dem Werdenfelser Weg mehr Öffentlichkeit.  

Alljährlich zeichnen der Präventionsrat der Stadt Göttingen und die Bürgerstiftung Göttingen Menschen aus, die sich vorbildlich und mit persönlichem Engagement für ihre Mitbürger einsetzen: 2014 ging dieser Preis an Michael Eisenberg. Er engagierte sich zu dieser Zeit als Hausleiter und Prokurist des Göttinger Altenzentrums Luisenhof für eine möglichst weitgehende Reduzierung von Fixierungsmaßnahmen bei den Bewohnern, die ein Verlassen des Bettes erschweren oder unmöglich machen. Ein Stresspotenzial, unter dem im großen Maße nicht nur die Bewohner, sondern auch die Pfleger leiden.

faktor hatte den Vorreiter für diesen sogenannten Werdenfelser Weg in der Herbstausgabe porträtiert, und die Redaktion war sich schnell einig, der Jury dieses Projekt zur Förderung der Menschenwürde als Kandidaten vorzuschlagen. Beim Interview hatte Eisenberg authentisch vermittelt, wie wichtig ihm und seinen Mitarbeitern die Würde der Bewohner ist.

„Durch den Preis rückt das Thema, das bisher nur branchenintern eines war, in die Öffentlichkeit. Diese Anerkennung bedeutet mir viel und motiviert mich immer weiter nach Verbesserungen zu suchen“, erklärt Eisenberg, der inzwischen seine intensiven Bemühungen im Erzgebirge fortsetzt. Das Besondere an der Ehrung ist für ihn, dass er als Stellvertreter einer Organisation ausgezeichnet wurde, die nicht nur einer Einzelperson hilft oder geholfen hat, sondern eine allgemeine Verbesserung der Pflegebedingungen umsetzt und publik macht.  „Ich war von dem Preis sehr überrascht und freue mich natürlich, dass faktor meinen Namen  ins Rennen geworfen hat.“