Alexanderpreis 2018 verliehen

hinten: Ulrich Drees und Jens Wortmann; vorne: Shalin Nowak, Anja Danisewitsch, Heidi Niemann; ©Corinna Morys-Wortmann
Text von: faktor

In einer Feierstunde im Theaterkeller des Deutschen Theaters wurden am Samstag, den 3. Februar die Alexanderpreise 2018 verliehen. Zwei der drei Ehrungen gingen an faktor-Autorinnen. 

Anja Danisewitsch erhielt den ersten Preis für ihren Beitrag über den Literaturprofessor Heinrich Detering mit dem Titel ‚Kann man Literatur leben?‘, erschienen im faktor-Magazin. Laudator Achim Block lobte den Text als „angemesen, mit Respekt und ohne Schmeicheltöne“. Danisewitsch habe sich dem Phänomen genähert, wie Literatur und Leben des bedeutenden Wissenschaftlers Detering bestimmt.

Den zweiten Preis erhielt Ulrich Drees für seinen Beitrag ‚Die Mutter der Reformation – Herzogin Elisabeth von Brandenburg – eine Powerfrau des 16. Jahrhunderts‘, erschienen im Charakter-Magazin. Das neue Jurymitglied Claudia Weitemeyer betonte in ihrer Laudatio: „Mit wenigen und gut gewählten Worten zeichnet Drees die spannende Lebensgeschichte einer für die Region und über ihre Lebenszeit hinaus beeindruckenden und starken Frau. Das macht Spaß, das fesselt!“ An dem Artikel hat außerdem Shalin Nowak mitgewirkt. Bei Erscheinen des Textes war sie Redaktionspraktikantin.

Der dritte Preis wurde Heidi Niemann zugesprochen für ihren Text über die Wandmalereien von Julius Klingebiel, ihr Text trägt den Titel ‚Frei in der Zelle‘, erschienen im faktor-Magazin. Die Laudatio hielt das neue Kuratoriumsmitglied André Schüller. „Die Autorin schaffte es in ihrem Artikel, drei große Bereiche in Göttingen in einem Text zu beleuchten: Kultur, Universität und Immobilien.“

Jens Wortmann, Kuratoriumsvorsitzender der Alexanderstiftung, fasste zusammen: alle drei Texte erfüllen auf unterschiedliche Weise die von Wolfgang Alexander vorgegebenen Voraussetzungen: die Arbeiten sollen „betont journalistisch“ sein, außerdem soll um „fast vergessene und bisher übersehene Themen“ gehen.

Den Festvortrag zur Feierstunde hielt Ernst Böhme, Leiter des Göttinger Stadtarchivs. Er beleuchtete die große gesellschaftliche Aufgabe des Archivs – und wies am Rande darauf hin, dass auch ein Teil des Nachlasses von Wolfgang Alexander im Göttinger Archiv liegt. Musikalisch wurde der Vormittag von Katharina Trabert und Michael Frei gestaltet. Aus ihrem Programm ‚Eben lacht es, bums da weint es‘ gaben sie drei Lieder von Friedrich Hollaender zum Besten.